Aus der aktuellen Schülerzeitung::

Was macht man, wenn man Langeweile im Krankenhaus hat ?
Einfach ein Interview mit dem Rettungssanitäter führen ...

Rund um die Uhr im Einsatz sind die 24 Sanitäter des BRK-Rettungsdienstes Hof. Für ihren Einsatz stehen zwei große Rettungswagen und vier kleinere Sankas zur Verfügung. Rettungsassistent Herr Urban war zu einem Interview bereit und gab einen Einblick in seine Arbeit.

Frage (F): Wie viele Leute fahren in einem Rettungswagen mit und wie sind die Aufgaben verteilt?

Antwort (A): In der Regel sind es zwei Leute, ein Rettungsassistent, der sich um den Patienten kümmert, und der Fahrer des Einsatzwagens.

F: Welche Ausbildung hat jeder von Ihnen?

A: Der Rettungsassistent muss eine zweijährige Ausbildung machen, die mit einem Staatsexamen abschließt. Der Fahrer hat eine Sanitätsausbildung und verfügt über einen Fahrgastbeförderungsschein, d.h. der normale Führerschein reicht nicht aus.

F: Wohin wird der Rettungswagen öfter gerufen - zu einem Verkehrsunfall oder zu jemandem nach Hause?

A: Die Zahl der Einsätze bei Verkehrsunfällen ist prozentual niedriger im Vergleich zu den internistischen Einsätzen.

F: Wie ist die Ausstattung eines Rettungswagens und welche Hilfe kann geleistet werden?

A: Ein großer Rettungswagen ist mit einer Vielzahl von Geräten ausgestattet, die je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Weiterhin werden die verschiedensten Medikamente, Verbandszeug, Infusionsflaschen und andere Instrumente mitgeführt.

F: Können auch kleinere Operationen vor Ort durchgeführt werden?

A: Eigentlich nicht. Es wird lediglich eine Erstversorgung des Patienten vorgenommen.

F: Wie erfolgt der Einsatz und welchen Einsatzbereich deckt die Rettungswache Hof ab?

A: Die Einsätze erfolgen über die BRK-Leitstelle. Die Rettungswache Hof ist für Hof und die nähere Umgebung zuständig. Darüber hinaus gibt es im Landkreis noch drei weitere Wachen (Rehau, Münchberg, Naila).

F: Wie lange darf es dauern, bis der Rettungswagen am Einsatzort ist?

A: Man sollte innerhalb von sieben Minuten vor Ort sein, dies ist aber nicht immer möglich.

F: Wie schnell darf der Rettungswagen im Einsatz fahren?

A: Die allgemeinen Geschwindigkeitsregeln gelten auch für den Krankenwagen. Auch mit Blaulicht und Martinshorn muss der Fahrer auf die besondere Verkehrssituation achten.

F: Wird bei Rettungswagen regelmäßig gecheckt, ob alles in Ordnung ist oder gibt es nur den "normalen" TÜV?

A: Die Autos müssen einmal jährlich zum TÜV. Die Ausstattung selbst muss täglich von den Sanitätern überprüft werden. Einmal wöchentlich wird der Fahrzeuginnenraum desinfiziert und eine Großkontrolle durchgeführt. Auf Vollständigkeit und Funktionalität wird großer Wert gelegt.

F: Wie ist die berufliche Belastung als Rettungsassistent?

A: Wir sind nicht 38 Stunden, sondern 45 Stunden in der Woche im Dienst. Dabei arbeiten wir in zwei Schichten Tag und Nacht. Natürlich gibt es manchmal auch Situationen (z.B. schlimme Unfälle), die einem sehr nahe gehen und die man nicht so schnell verarbeiten kann.

Herr Urban, vielen Dank für dieses Interview.