Meine Name ist Alexander

Mein Name ist Alexander, kurz Alex, ich bin 11 Jahre alt und fahre seit 4 Jahren Motocross. Das ist ein Ausdauersport, zu dem viel Geschicklichkeit und gutes Gleichgewicht gehört. Man braucht dazu eine Geländemaschine, die für Kinder und Jugendliche geeignet ist. Bereits 6- Jährige können mit einer 5-PS-Maschine auf Schotter und lockerem Geröll ihr Gleichgewicht trainieren.

Nachdem ich so eine Maschine ein Jahr gefahren hatte, bekam ich eine größere mit 16 PS und 6 Gängen mit Kupplung (KTM SX 60).
Inzwischen habe ich eine 27-PS-Maschine für Jugendliche (Yamaha XZF 80), die bis zu 95 km/h schnell werden kann.
Ich fahre aber durchschnittlich nur 30 bis 40 km/h und bleibe in den ersten 4 Gängen. Als ich einmal aus Versehen vom 3. in den 2. Gang anstatt in den 4.Gang schaltete, ging meine Maschine hoch wie ein scheuendes Pferd. Schnell ließ ich das Gas los, so dass ich wieder auf 2 Räder kam. Das war ein aufregendes Gefühl.

Motocross ist ein ganz schön aufregender und gefährlicher Sport! Dazu muss man auch eine besondere Ausrüstung haben:
Ich brauche einen Helm mit Kinnschutz und Visier, ein Paar gepolsterte Handschuhe und eine Schutzbrille, die vor Steinschlag schützt. Je nach Jahreszeit trage ich ein Polyesterhemd oder eine Jacke. Über das Hemd ziehe ich einen Brustpanzer aus Plastik an, der Brust, Rücken, Schultern und Arme schützt. Eine gepolsterte Spezialhose ergänzt die Ausrüstung. Die kniehohen Stiefel haben Stahlkappen an den Spitzen. Knie- und Ellenbogenschoner machen die Ausrüstung komplett.

Ich trainiere zweimal in der Woche in einem Steinbruch. Am Donnerstagabend haben ich und 4 andere Jugendliche einen Trainer, der mit uns kuppeln, Gas geben und springen übt. Wir benutzen kleine Hügel als Sprungschanzen. Besonders wichtig ist es, geschickt aufzukommen. Dabei steht man beim Sprung auf, verlagert das Gewicht etwas nach hinten, damit man mit dem Hinterrad zuerst oder mit beiden Reifen gleichzeitig aufkommt. Auf keinen Fall darf man mit dem Vorderrad zuerst aufgekommen. Als mir das einmal passierte, hätte es mich beinahe vom Motorrad geschleudert. Ich lasse beim Sprung das Gas weg, aber wenn man beim Rennen vorne dabei sein will, sollte man Gas geben.

Vor einem halben Jahr nahm ich an einem Trialturnier teil, das über  2 Tage ging. Dabei wird ein Parcour mit Ästen und lockeren Steinen
( für Erwachsene in Felsen ) aufgebaut. Pfeile zeigen den Verlauf des Parcours an. Jetzt muss man die Schwierigkeiten auf etwa 25 Metern im Stehen meistern. Den Boden mit dem Fuß berühren gibt einen Strafpunkt. Zum Ausbalancieren darf man aber den Fuß vom Pedal nehmen. Beide Füße auf dem Boden oder ein Sturz geben 5 Strafpunkte und man muss diesen Durchgang beenden.
Mir macht das Motocrossfahren Spaß wegen der Geschwindigkeit und weil man ohne Rücksicht auf Matsch und Dreck fahren kann.
Ganz besonders gefällt mir aber das Springen. Deshalb rate ich Mädels und Jungs, die gerne schnell unterwegs sein und große Sprünge machen wollen und sich auch nicht vor Dreck scheuen – macht mit!