Als ich gerade 11 oder 12 Jahre alt war, bin ich mit meiner
Lehrerin, die einen Trakehnerwallach hatte, zu ihr mit auf den Reiterhof
gegangen. Ich war nicht so begeistert von den Pferden dort gewesen, keine Ahnung
warum. Da bat sie mir an, ein paar runden auf einer Trakehnerstute, der Name war
Tetschka, an der Longe zu drehen. als ich mich nun mit dem Tier angefreundet
habe, kam ich schon an die Longe. Ich musste zugeben, dass es eigentlich ganz
schön war. Ich erzählte das meinen Eltern und gleich den Samstag drauf sind wir
wieder hingefahren. Seit dem Tag haben mich die Tiere so begeistert, dass ich
jedes Mal, wenn wir auf dem Reiterhof waren, nicht mehr weg wollte. So ging es
eine ganze Weile.
Anfang Mai 1999 kam ich nach Naila in ein Heim, wo sich drei Haflinger seit 3 Jahren die Zeit vertrieben. Wenn ich jetzt anfange euch zu erzählen was ich von Mai 1999 bis heute durchgemacht habe, glaubt ihr mir das eh nicht. Also ich war nicht einmal ne Woche dort und schon saß ich auf der 10jährigen Haflingerstute Shipsy, die eigentlich Lossana heißt. Es ging eigentlich ganz gut soweit. Mit Shipsy`s Tochter Laika habe ich mich besonders gut angefreundet, sie war da grad 2 Jahre alt und dann ist etwas schreckliches passiert. Ich war im Ferienlager und in diesem Zeitraum ist es passiert.
Laika wollte sich mal so richtig wälzen auf der Koppel, naja da lag mal so ein Draht auf der Koppel und meine Kleine stach sich das Auge (fast) aus. Sie wurde so schnell wie möglich nach Bayreuth in die Tierklinik gebracht und sofort am Auge operiert. Ich habe aus dem Ferienlager angerufen und wollte eigentlich nur wissen wie es Uzi, Shipsy und Laika geht. Dann erfuhr ich die schreckliche Nachricht, was mit Laika los war. Sie kam aber schon nach 2 Wochen wieder zurück. Ich habe mit Laika die Arbeit ganz langsam wieder begonnen und man merkte ihr schon an, dass sie leben wollte. Denn sie tobte wie ein kleines frischgeborenes Fohlen auf dem Reitplatz herum. Dann so nach 1,5 Jahren fing ich an die kleine an den Sattel zu gewöhnen, sie fasste Vertrauen und es war dann kein Problem mehr sie einzureiten.
Danach, im Winter 1999 wurde Laika`s Mutter Shipsy krank
(Diagnose Bronchitis), leider wurde es trotz Akupunktur u.ä. alles nicht
besser, sondern schlimmer. Die Bronchitis wurden chronisch. Wir kämpften um sie
bis Ende Sommer 2001, wir haben schon gewusst, dass Shipsy nicht mehr lange
leben würde, also haben wir uns entschieden ihr den Gnadenschuss zugeben und
gleichzeitig sie von ihr
en Qualen
zu befreien.
Anfang 2001 fing ich das Westernreiten an. Natürlich ritt ich auch Laika auf Western ein. So wie es halt kam, rückte das Sommerfest näher und näher. Nun ja es war, da ich hatte erst einen Auftritt in einer sogenannten Westernquadrilie und dann gleich danach einen Einzelauftritt mit meiner süßen. Ich wusste noch nicht definitiv was ich für eine Aufgabe mit einem Juniorpferd reiten sollte. Ich ritt nun eine spontane Aufgabe, bei der ich heute nicht mehr weiß, was ich da "zusammengeritten" habe. Auf jeden Fall waren alle Leute begeistert von Laikas Fähigkeiten. Und wie es weiter geht, müsst ihr euch selbst ausmalen, ich weiß es selbst noch nicht.
Denise am 22.Januar 2002