Da
das
noch
immer eine Randsportart ist, stelle ich ihn hiermit kurz vor. Alles was man
braucht, ist ein robustes, gutmütiges und unempfindliches Pferd, einen
Longenführer und Jugendliche unter 18 sowie Voltigierausrüstung und ein
Holzpferd, genannt Bock. Das Pferd trägt nicht wie üblich einen Sattel,
sondern ist ausgestattet mit einer Decke, einem Voltigiergurt mit zwei Griffen
und Fußschlaufen. Auf ihm turnen die Voltigierer bestimmte Übungen, die vorher
auf dem Bock trainiert werden, im Galopp. Nur die Anfänger trainieren eine
zeitlang im Schritt. Bevor man die Übungen am Bock bzw. am Pferd ausführt,
muss man ein Aufwärm- und Konditionstraining machen.
Das
Voltigieren ist ein Gruppenturniersport. Doch jeder, der nach seinem 18ten
Lebensjahr weiter machen möchte, hat die Möglichkeit zum Einzelstart.
Die
Übungen sind in zwei verschiedene Blöcke geteilt, Pflicht und Kür, wobei es
Wertungskategorien aufsteigend von D bis A gibt. Die Pflicht muss jeder Einzelne
der Gruppe absolvieren, wobei bei der Kür, die sich die Gruppe selber ausdenkt,
bis zu drei Voltigierer auf dem Pferd eine Figur aufbauen. Zu den wichtigsten
Ubungen gehören der korrekte Aufgang, dass heißt Absprung aus einem dem Pferd
angepassten Galopplauf in ein sanftes Einsitzen auf dem Pferd sowie dass sichere
freihändige Stehen. Andere Übungen sind z.B. freihändiges Sitzen und Knien
oder eine Übung im Knien, genannt Faline, wobei rechter Arm und linkes Bein
(oder umgekehrt) ausgestreckt mit dem Körper eine Ebene geben. Bei der Kür
sind den Voltigierern keine akrobatischen Grenzen gesetzt. Dieser interessante
und vielseitige Sport sollte deshalb mehr Beachtung finden.
Eine Schülerin geht in ihrer Freizeit diesem Sport nach und hat diesen Bericht erstellt.